Ich bin wer ich bin weil geschah was geschah

Von den Eltern lernte ich das Sprechen und was richtig und falsch ist. Von den Geschwistern lernte ich das Miteinander in einer Gruppe. Von den Großeltern lernte ich was meine Eltern lernten.  Lernte ich auf dem Spielplatz was Gleichberechtigung bedeutet? Lernte ich in der Schule wie lernen funktioniert?

Ich glaube viele Dinge lernte ich nicht sondern machte sie nur nach.

Erst ab einem gewissen Alter stellte ich mir Fragen warum ich Dinge tue wie ich sie tue.
Fragen die mich zum Teil verwirrten und zum anderen bestätigten das , dass was ich nach machte richtig ist. Viele Dinge die ich nach machte wurden mir vorgelebt, weil es zum Leben dazugehört.

Ich glaube nicht alle Dinge die zum Leben gehören sind richtig.

Keiner mag es wenn ein anderer einen nach macht. Es wirkt albern und macht aggressiv. Nachahmung ohne die eigene Essenz ist überflüssig, sinnlos, braucht keiner.

Ich glaube die eigene Persönlichkeit bildet sich mit der Zeit

Erst durch viel Lebenserfahrung und bekannten Alternativen Ausgängen gewisser Standard-Situationen, bin ich wer ich bin. Es ist die Kunst zu abstrahieren, Dinge anders zu sehen als sie auf den ersten Blick wirken. Würde ich andere Eltern haben, könnte ich fließend spanisch sprechen. Würde ich keine Geschwister haben, wäre ich egoistischer. Hätte ich keine Großeltern, wüsste ich nicht was an der DDR so schön war.

Ich glaube jeder ist wer er ist weil geschah was geschah.

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